Neue Grundschule mit Mensa für Neuhausen
typology: elementary school/ canteen/ education
size: 3.622 m²
status: 3rd prize competition
enviromental: Transsolar
structural: Knippers & Helbig
landscape: Andreas Peyker
fire prevention: Rainer Sonntag
19.10.2018

Neue Grundschule mit Mensa für Neuhausen

Nördlich der bestehenden Gemeinschaftsschule zieht sich in Ost-Westrichtung ein Band aus Kinderhaus, Schulhof, Sporthalle und Jugendhaus. Wir sehen diese Einrichtungen in einem Funktionszusammenhang und schlagen vor, das Gebiet als Schulcampus zu verstehen. Unser Entwurf fügt diesem Ensemble einen weiteren Baustein hinzu und ermöglicht perspektivisch eine Fortführung des Campus auf den Erweiterungsflächen (Westliche Wiese und Bolzplatz).
Der Grundschulneubau in Neuhausen auf den Fildern befindet sich in einer städtebaulich interessanten Position. Das Grundstück legt sich um die bestehende Gemeinschaftsschule. Die Mensa bildet als Fenster zum Bestandsschulhof und gemeinsam genutzte Einheit den Auftakt für das Ensemble. Das auskragende Dach des Speisesaals ermöglicht es im Sommer auch draußen zu essen und belebt den Schulhof zur Mittagszeit. Die Mensa als zentrale Gemeinschaftsnutzung ist von überall erkennbar.

Die Zuwegung zwischen Friedrich-Schiller-Schule und der Grundschule führt auf einen zentralen Platz an dem der Eingangsbereich zu verschiedenen Funktionen liegt. Die Grundschule wird durch das Foyer mit dem angeschlossenen Musik- und Ganztagsbereich betreten. Durch das flexible Zusammenschalten von Ganztags- und Multifunktionsraum ist es möglich, eine Aula einzurichten, die zusätzlich durch Sitzstufen gerahmt wird. Dadurch gelingt es, den beiden Räumen mehr Raumhöhe zu gönnen. Von hier aus erreicht man zudem im Erdgeschoss den Verwaltungsbereich sowie durch einen Durchgang die Mensa.

Eine zentrale Treppe führt die Schüler ins Obergeschoss, in dem sich die Jahrgangshäuser befinden. Die in vier Clustern angeordneten Unterrichtsräume befinden sich im Obergeschoss. In den Clustern findet sich der Teambereich direkt am Eingang. Die drei Klassenräume reihen sich jeweils gegenüber einem freien Bereich auf, der die offene Lernfläche bildet. Hinzu kommt ein Gruppenraum. Durch diese Anordnung der Räume wird kein Klassenzimmer gegenüber dem anderen benachteiligt.
Über eine großzügige Freitreppe gelangen die Kinder direkt auf ihren Schulhof. Der Schulhof ist gegliedert in einen „langsamen“ und einen „schnellen“ Bereich.

 

Die Jury urteilt hierzu:

 

„ein Entwurf, der in der Umgebung der großflächigen und orthogonal entwickelten Bestandsgebäude einen besonders eigenständigen Beitrag darstellt. … Es wird der Versuch unternommen für neue pädagogische Konzepte andersartig geformte Baukörper von hoher Qualität zu entwickeln…“