KiTa Buschblick in Kiel
typology: kindergarten/ education
size: 1.100m²
status: competition
06.10.2017

Umbau während laufendem Betrieb

Entwurf

Auf dem westlichen Teilgrundstück der bestehenden Kindertagesstätte Buschblick soll ein Ersatzneubau realisiert werden, damit das in die Jahre gekommene Bestandsgebäude abgerissen werden kann.  Es wird ein eingeschossiger Baukörper mit klarer Geometrie vorgeschlagen, der sich im nördlich Bereich in die ansteigende Topographie einbettet. Das Dach des entstehenden Baukörpers wird zur großzügigen Terrasse, die sich mit den Außenbereichen verbindet. In dieser Landschaft werden zwei Baukörper mit Satteldächern, für Kinder als „Häuser“ klar erkennbar, errichtet.

Das flache Sockelgeschoß in Kombination mit den Satteldachhäusern trägt dazu bei, daß der Neubau, nach Abbruch des Bestandsgebäudes, als eigenständiger Solitär wahrgenommen werden kann, und auch im Hinblick auf die im Osten neu entstehenden Freiflächen nicht verloren wirkt. Es wäre sogar vorstellbar, sich, der an der Nachbarschaft orientierenden Maßstäblichkeit der „Häuser“ für zukünftig mögliche Erweiterungen auf dem freiwerdenden Areal zu bedienen. Erweiterungen würden dann aus einer schlüssigen Logik heraus erwachsen.

 Der Großteil der Nutzungen wird im Sockelgeschoß untergebracht. Von Osten her betritt man zentral das Gebäude und befindet sich sogleich in einem durch Oberlichter von Tageslicht durchfluteten Foyerbereich, der sowohl Blicke in die westlichen Außenspielflächen, als auch nach oben in den großzügigen Treppenraum mit teilweise doppelter Raumhöhe zuläßt. Ein zentral gelegener Aufzug erschließt das Obergeschoß barrierefrei. Die Garderobenbereiche der jeweiligen Gruppenräume können von hier aus gut erreicht werden. Nebennutzungen werden effizient in die Mitte des Baukörpers geschoben. Sowohl Garderobenbereiche als auch das gemeinschaftliche Essen sind in die Spielflure integriert, und zusätzlich von oben mit Tageslicht versorgt. Es entsteht eine spannende „Innenwelt“, die Erschließungsbereiche werden zum Erlebnis- und Gemeinschaftsraum. Die Fassaden aller Gruppenräume sind nach Süden oder Westen orientiert. Hier befinden sich auch die Spielgärten, so dass den Kindern die Außenbereiche über große Glasfassaden direkt zugänglich sind. Dennoch sind die einzelnen Gruppenräume mit ihren dazugehörigen Nebenräumen wie Schlafraum, Intensivraum und Sanitärbereich, für sich ausreichend separiert. Jedem ist seine eigene Garderobe zugeordnet, ein Ort, der als Filter zwischen der offenen Gemeinschaftswelt und den privaten Gruppen agiert.

Verschiebbare Trennwände ermöglichen eine Umwandlung in Räume unterschiedlicher Größen. Auch zwischen den Nebenräumen und den Gruppenräumen können flexible Trennwände vorgesehen werden, um neuen Anforderungen und Wünschen gerecht werden zu können.

Der Bewegungsraum im Obergeschoß kann als „Laterne“ direkt Bezug mit der Nachbarschaft aufnehmen und kann dieser als Mehrzweckraum dienen.