Erweiterung Schulzentrum Walldorf
Extension Schoolcampus Walldorf, Germany
typology: education
size: 4.500m²
structural: Knippers & Helbig
enviromental: Transsolar
landscape: Uwe Schmidt
status: competition
21.12.15

Erweiterung Schulzentrum Walldorf

Umfeld Das Schulzentrum an der Schwetzinger Straße in Walldorf, bestehend aus dem Gymnasium Walldorf und der Theodor-Heuss-Realschule, erhält eine neue Mensa und flexibel nutzbare Räume für eine Ganztagsbetreuung sowie zeitgemäße neue Räume für den Sport. Das heterogene Umfeld des Schulzentrums ist durch unterschiedlichste Nutzungen geprägt. Neben großzügigen Sportanlagen, einer Veranstaltungshalle und dem Bäderpark grenzt im Norden und im Westen direkt das Waldschutzgebiet „Schwetzinger Hardt“ an. Hauptmerkmal des Schulzentrums ist der bemerkenswerte Baumbestand auf dem Gelände und die direkt an das Hauptgebäude angrenzende dichte Bewaldung - eine Besonderheit die im Entwurf respektiert und noch gestärkt wird. Städtebaulicher Ansatz Durch die Positionierung der Neubauten und die Umgestaltung der Außenanlagen werden nun die verschiedenen Nutzungsinhalte der Bestandsgebäude und deren Freiflächen zu einem perfekt vernetzten und räumlich gefassten, ganzheitlichem Schulgelände zusammengeführt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird vorgeschlagen die bestehende Sporthalle zu Gunsten einer präzise gesetzten Neubebauung zu entfernen. Die Stellung der Baukörper stärken das Entree der Schule und geben dem gestärkten Pausenhof eine neue Bedeutung und räumliche Fassung. Hier liegen die Eingänge aller Gebäude. Architektonische Umsetzung Der auf der Südseite des Pausenhofs gelegene Baukörper beinhaltet die neue Mensa und im Obergeschoss die Ganztagesbetreuung beider Schulen. Die Mensa erhält im Süden einen schönen Außenraum mit direktem Bezug zur dichten Bewaldung. Im Norden präsentiert sie sich durch großzügige Fassadenflächen zum Pausenhof. Das Mensagebäude dient als Bindeglied zwischen der „Außenwelt“ und dem neuen Innenhof der Schule. Ein gut gesetzer Eingangsbereich am Hof führt in das Obergeschoß zur Ganztagesbetreuung beider Schulen. Durch große Fensteröffnungen entstehen Blickbeziehungen zur Natur und zum Schulleben auf dem Pausenhof. Auf der nödlichen Seite - über den Pausenhof hinweg – wird die neue Sporthalle positioniert. Durch das Herabsetzen der Sportbodenebene bis zur Höhe der benötigten Prallwände können freundliche und offen gestaltete Fassaden zu allen Seiten des Schulgeländes realisiert werden. Durch den Neubau werden die Aussensportfelder räumlich gefaßt, und treten in Verbindung mit den Innensportfeldern in der Halle. Die Hallentribünen sind barrierefrei auf der Westseite der Halle angeordnet und erscheinen als modellierter Teil der Landschaft. Ein grosszügig verglaster Eingangsbereich ist das Bindeglied zwischen dem neuen Pausenhof, den Sportflächen und den angegliederten Außensportanlagen. Über eine Treppe erreicht man die Empore im 1.OG. Hier befinden sich Kraftraum, Gymnastikraum und der Sporttheoriebereich. Die erforderlichen Umkleiden befinden sich im Untergeschoss auf der Ebene der Sportflächen. Das Hauptgebäude mit der bereits sanierten Fassade erhält eine neue Eingangssituation. Durch den Neubau der Mensa werden wertvolle tagesbelichtetete Flächen im Inneren frei, das vergrösserte Atrium erhält großzügige Öffnungen zum Pausenhof. Um die Eingangssituation noch heller und freundlicher zu gestalten könnten weitere Tageslichtöffnungen im Atriumdach geschaffen werden, sogar ein innenliegender Außenbereich als Patio wäre denkbar. Die ungünstige Höhenlage der bestehenden Schule gegenüber dem Vorplatz wird im Zuge des Neubaus bereinigt. Die kleinteilige Stufenanlage wird beseitigt und über die gesamte Hoflänge verzogen, es entsteht ein grosszügiger Platz, die bestehenden Bäume spenden Schatten. Locker angeordnete frei geformte Sitzelemte und Freitreppen laden zum Verweilen ein. Man fühlt sich als Gast, der durch einen kleinen topographisch modellierten Park wandelt. Ein Park, der alle ihn umgebenden Nutzungen miteinander vernetzt und auch Freiluftklassenzimmer und Spiel- und Klettergeräte bietet. Das Warten und Ankommen an der Bushaltestelle erhält eine großzügige Überdachung, die auch als Adressbildung für den Schulkomplex dient und zum Haupteingang hinweist. Diese Maßnahmen rahmen den Innenhof der Schule zusätzlich. Das Ankommen auf dem Schulgelände erhält eine eigene Bedeutung. Ein Filter, eine Übergangssituation entsteht, die die Schüler und die Lehrer auf das kommende Erlebnis einstimmt und entschleunigt.