WE/G
Masterplan
typology: urban masterplanning
size: 49.000m²
Client: Quest Immobilien AG, Kolbermoor
landscape design with Uwe Schmidt, Büro für Orts- und Landschaftsplanung
B-Plan: Stadtplanung Breunig
Project started at Behnisch Architekten
status: in progress
26.02.14

Raum und Freiraum

Weyarn braucht ein neues, angepasstes Wohnraumangebot. Hierfür wird der Ortskern "innerörtlich" auf der freien Klosterwiese erweitert. In sieben Mehrgenerationenhäusern entstehen flexible Wohneinheiten in direkter fussläufiger Verbindung zum Ortskern und zur Klosteranlage. Durch die Stellung der Gebäude entstehen geschützte gemeinschaftliche Höfe und private Gärten. Die Erschliessungsräume der Häuser vernetzen sich dezent mit dem feinen Wegenetz des Freiraumes. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht das "Familienwohnen" - eine Gruppe von Reihen- und Doppelhäusern in kompakter Bauweise. Die grundgebundenen Häuser haben private Gärten und gemeinschaftliche Höfe, die durch eine gemeinsame Spielstrasse verbunden sind. Zwischen den beiden Bebauungen mäandert ein freigeformter Dorfanger: ein lebendiger Freiraum - völlig autofrei - für alle Bewohner der Dorfes. Durch die unregelmäßige Kontur des Angers mit Enge und Weite entstehen einzelne Teilräume mit jeweils eigenem Charakter und Identität - wie Perlen auf einer Perlenkette sind diese Orte aneinandergereiht. Im Norden erstreckt sich der Anger als Grünfläche über das Dach des neuen Supermarktes, der - weniger Gebäude / mehr Landschaft - eine südorientierte grüne Kante zum Anger bietet. Im Sommer als südorientierte Liegewiese, im Winter als Schlittenhang. Bei der Orientierung spielen Besonnung und Ausblick die zentrale Rolle: alle Wohn- und Aufenthaltsräume sind nach Süden oder Westen mit dem schönen Blick zu den Alpen oder zur Klosteranlage orientiert.

Room and landscape

Weyarn, a picturesque Bavarian village, requires new multi-generational living spaces. On the east side of the historic village green, within walking distance of the village square, seven houses are being planned, each containing 10 units with flexible floor plans. These buildings are carefully placed to create protected communal courtyards and private gardens, around which flows a network of paths as part of and open public green space. On the west side of the village common a "family living" area is being developed - a compact group of townhouses and two-family homes with private gardens and shared yards joined by a single pedestrian-friendly street. Sunlight and view plays a central role. Each residence and common area are south or west facing offering beautiful views of the historic monastery backed by a dramatic Alpine landscape. Between these residential zones meanders a free-form village green: a car-free living space for all residents to enjoy. The irregular contour of the green forms individual zones, each with their own character and identity, linking together like a string of pearls. To the north the landscape folds upward to create the roof of a new supermarket. This sloping field turned building acts as a south-facing garden in summer, and as a sledding hill in winter. .