Innerstädtische Nachverdichtung am Marienplatz, Bad Aibling
typology: living/ working/ urban densification
size: 3.400m²
status: competition 2018

05.03.2018

Ein neues Stadtqaurtier für Bad Aibling! Wohnen Arbeiten Einkaufen Genießen

 

Durch einen gezielt gesetzten Neubau wird das neue Lichtspielhaus Teil des Marienplatzes. Es entsteht eine Präsenz und räumliche Fassung. In Fortführung der drei Sparkassengiebel prägt ein weiterer Satteldachgiebel das Bild. Die Arkaden werden in abstrakter Form mit einem zurückspringenden Erdgeschoss und großzügiger Verglasung weitergeführt. Wie eine Fuge trennt sie den schwebenden Baukörper vom Boden und schafft einen geschützten Außenbereich für die neue Gaststätte Sebastiani. Diese lebt im stark nach außen und belebt mit einer perfekt nach Süden ausgerichteten Sonnenterrasse den Marienplatz an der nördlichen Flanke.

 

Die Form des Baukörpers schreibt sich in den polygonal geschnittenen Stadtgrundriss ein. Mit einer leicht gefalteten Außenwand reagiert die Form auf die unregelmäßige Umgebung und schafft einen dynamischen Übergang vom Platz in die Kirchzeile. Die Faltung spiegelt die gegenüberliegende Giebelkulisse wieder und „klappt“ sie sinnbildlich in die Vertikale, poetisch ausgedrückt formen die Schatten der gegenüberliegenden Häuserzeile das neue Gebäude. Zudem werden die Wandlängen in maßstäbliche Baulängen gegliedert, unterschiedliche Helligkeitsgrade im Putz verstärken diese Wirkung. Zuletzt kommen die Knicke der Wohnqualität zugute, lassen sie doch interessante Blickbezüge und Besonnung auch aus den nördlichen Gebäudeteilen zu.

 

Der Baukörper selber fügt sich mit einer hell verputzten Oberfläche und Holzfenstern zurückhaltend in die Umgebung ein. Eine leicht bewegte Traufkante vermittelt zwischen den Höhen und Dachformen der umgebenden Bebauung. Ein gefaltetes Dach legt sich sanft über den Baukörper und fügt sich modern in die traditionelle Dachlandschaft ein. Bodentiefe Holzfenster als stehende Rechtecke sind mit unterschiedlichen Breiten homogen über die Fassade verteilt. Vertikale Teilungen und stehende seitliche Holzelemente an den Fenstern sorgen für schallgeschützte Lüftung und erzeugen eine elegante äußere Erscheinung. Zurückspringende Loggien schaffen privaten Außenraum für die Wohnungen ohne Unruhe zu erzeugen.

 

Ganz anders die Innenfassade zum Hof: der Zwischenraum zwischen Neubau und Sparkasse wird zum grünen Innenhof. Die Strenge der Straßenfassade wird hier aufgebrochen, eine terrassierte Landschaft aus Geschossdecken schafft eine Wohnatmosphäre, die es in Bad Aibling noch nicht gibt. Im Erdgeschoss ist der Innenhof ein Teil der Stadt. Der offene Torbogen des rechten Sparkassengiebels erhält eine neue Bedeutung, früher lediglich Zugang zum Sebastiani Innenhof ist er nun Eingang und Auftakt zu einer informellen Route auf Entdeckungstour durch die Stadt. Hier liegen die etwas beruhigteren Seiten der Sebastiani-Terrasse sowie der erdgeschossig gelegenen Läden. Der Blick richtet sich nach oben ins Licht, Wohnen im Grünen, mitten in der Innenstadt.

A intended structure for the new cinema enables a unique presents and spacial understanding for Bad Aibligs city center, “Marienplatz”. The arcade forms a abstractly recessed ground floor and generous glass facade, which manages to separate the floating structure from the ground level, just like a fugue would. Now a separate outdoor space is formed for the new restaurant, “Sebastiani”. This way Sebastiani perfectly animates the south-facing sun terrace within Marienplatz’s northern flank.

 

The shape of the building fits perfectly into the polygonal city plan. A slightly folded outer wall, poetically highlights the shadow’s of the houses opposite the new building and blends in with the irregular surrounding environment. This constructs a dynamic transition from the city square into the churchyard.

 

In addition, the walls are separated into individual scaled lengths. The desired effect is reinforced by using independent degrees of brightness in the plaster. Last but not least, the unique folds allow a beautiful visual allusion and great tanning from the northern parts of the building, which add to the quality of life.

 

 

The brightly plastered surface and wooden windows subtly blend in with the local environment. 

A slightly moved overhanging roof mediates between the height and shapes of the surrounding buildings.

The landscape of traditional German roofs is perfectly complimented with a folded roof that gently lies over the building. 

Full-sized rectangular windows are distributed homogeneously across the façade. Vertical dividers and upright lateral wooden elements on the windows provide soundproof ventilation and create an elegant exterior appearance. Receding walkways create private outdoor spaces for the apartments without being influenced by exterior sources.

 

In contrast to the exterior; the interior façade facing the courtyard becomes a green inner courtyard between the new and the existing building. 

The strict façade facing the street is broken up into a landscape of terraced which creates a unique living atmosphere for Bad Aibling. The green courtyard on the ground floor becomes part of the city. Sebastiani’s former private courtyard now preludes to an informal tour through the city. The view of the restaurants more serene terrace area and where the ground floor shops reside is tilted upwards into the light; rural vibes, in the center of the city.