Extension to Documentation Obersalzberg
typology: museum / re-use
size: 2500m²
landscape architect: GROSS.MAX.
status: competition
06.04.14

Erweiterung Dokumentation Obersalzberg

Das Dokumentationszentrum ist schon von Weitem erkennbar. Von den Parkplätzen und den Bushaltestellen aus erreicht man das Gebäude von oben.Das Bestandsgebäude und der Bunkerzugang bleiben erhalten. Die neuen Nutzungen werden nördlich “angebaut”. Der Bunkerzugang erhält durch die Aktivierung des Stollenmundes einen Ausgang als Pendant. Es entsteht ein Rundgang durch den Bunker, der den Besucher über einen Steg zurück zum Foyer führt. Der Besucher wird über die Querstellung des Foyergebäudes in das Gebäude gelenkt. Ein Besuch des Berghofgeländes vor vorheriger Schulung wird somit vermieden. Zwischen dem Neubau und dem Bestandsgebäude entsteht das Foyer, ein zentrales Eingangsgebäude mit direktem Zugang zu Dauer - und Wechselausstellung, Seminarräumen, Bibliothek, Filmraum und dem ”Bunkerrundgang”. Vom Foyer aus sind in festgelegter Reihenfolge die Dauerausstellung und dann der Bunker in topographisch inszenierten Rundgängen mit unterschiedlichen Raumeindrücken zu erleben. Ein Wechselspiel aus räumlicher Enge, unterschiedlichenTageslichtintensitäten, eindrucksvoller Wegeführung und freien Ausblicken auf die unglaublichen Bergladnschaften tragen den Besucher barrierefrei durch die Ausstellungsbereiche. Als dritte Anlaufstelle und direkt vom Foyer aus erreichbar sind Stege vorbereitet, die Interessenten zum Berghofgelände begleiten. Enge Stege sorgen für ein konzentriertes Begehen. Die Ankunft sitzt über dem Berghofgelände. Der Ort des Geschehens ist da, aber es entstehen keine Berührungspunkte. Der Besucher kontrolliert die Szenerie, ihm wird durch den in die Ferne möglichen Blick bewußt, daß dieser Ort an Banalität nicht zu überbieten ist. Das Berghofgelände wird entmystifiziert. Die Stege und Teile des Dokumentationszentrums schweben über der Landschaft. Das Berghofgelände wurde der Naturzurückgegeben und der Schwerpunkt verlagert sich über die Jahre immer mehr hin zur Kubatur des Dokumentationsgeländes.